36. infoExpo 2005 in Basel

Seminar & Ausstellungsort: UBS Ausbildungs- und Konferenzzentrum

 

Seminarprogramm

Schnelle Chromatographie heute - eine Bestandsaufnahme
Jürgen Maier-Rosenkranz; JMR Analytik

Sündenfälle im Analysenlabor
Veronika Meyer, EMPA St. Gallen

Es ist nicht schwierig, mit chemischen Analysen Resultate zu erzielen. Es ist wesentlich schwieriger, die Richtigkeit dieser Resultate zu gewährleisten. Wichtigste Voraussetzung dafür ist geschultes und motiviertes Personal. Fehlt dieses, so sind den Sündenfällen Tür und Tor geöffnet:
Die analytische Fragestellung, das Analysenverfahren und die Arbeitsvorschrift (Standard Operating Procedure SOP) werden nicht verstanden.
Methoden werden nicht validiert; deshalb sind weder Präzision, Richtigkeit, Robust-heit noch Messunsicherheit bekannt.
Gerätetests und Systemeignungstests werden nicht durchgeführt; der Service der Geräte wird vernachlässigt.
Die SOP wird nicht befolgt und die Kalibration nicht korrekt durchgeführt.
Die erhaltenen Resultate werden nicht kritisch beurteilt.Bei chromatographischen Analysen (GC oder HPLC) gibt es zudem spezielle Sündenfälle: ungenügende Auflösung, willkürliches Setzen der Integrationsgrenzen, ein „geerbtes“ und deshalb kompliziertes Trennverfahren oder das unbesehene Übernehmen der integrierten Peakflächen, ohne das Chromatogramm kritisch zu beurteilen.

Von der Analytik- zur Präparativen Trennung in der chiralen HPLC
Daniel Zimmerli, F. Hoffmann-La Roche AG, Basel

Die chirale HPLC ist für viele eine Herausforderung, aber das stimmt nicht. Sie werden sehen wie einfach die Umsetzung vom Analytischen Run zur Präparativentrennung sein wird.
Besprochene Themen:
Kurze Theorie: Theoretische Grundlagen. Wieso machen wagten wir den Schritt in die Chirale Präparative HPLC?
Technische Voraussetzung: Welche Geräte benötigt man für die Chirale HPLC?
Säulen: Was für Chirale Säulen gibt es auf dem Markt, wie sind ihre Einsatzbereiche und wo ihre Grenzen?
Chirale Analytische Trennung: Probenentwicklung und Ausführung.
Präparative Trennung: Umsetzung der Analytik, Probenvorbereitung, Beladung und Lösungsmittelqualität.
Detektion: Wieso arbeiten wir mit einem Chiralen Detektor?
Software: Wie kann das Chirale Signal dargestellt werden?
Kosten: Kostenüberblick von Geräten, Säulen und Lösungsmitteln.
Chirales SFC: Was ist chirale SFC? (Supercritical Fluid Chromatographie)

„HILIC ist nicht gleich HILIC - Innovative Lösungen zur Analyse und Trennung von polaren Verbindungen“
Dr. Annette Dibowski, SeQuant GmbH

Die Hydrophile Interaktionschromatographie als Variante der Normal Phase Chromatographie ist schon seit einiger Zeit bekannt. Hauptanwendungsgebiet war zunächst die Trennung von z.B. Peptiden und Kohlenhydraten.
In der jüngsten Vergangenheit findet diese Technik für die Lösung bis dahin unlösbarer polarer Trennaufgaben mehr und mehr Beachtung. Dabei zeigen die modernen und innovativen Phasen ZIC®-HILIC und ZIC®-pHILIC im Vergleich zu weiteren HILIC-oder quasi HILIC-Phasen eine deutlich andere Selektivität und Performance, welche den heutigen Anforderungen der chemischen und pharmazeutischen Industrie entspricht und ihnen neue Wege erschließt. Somit gelingt es dem Anwender polare oder hydrophile Substanzen (z.B. Nucleotide, Aminosäuren, Amine, Phenole, Säuren, Peptide, Kohlenhydrate, glukoronierte und glykosilierte Verbindungen, phosphorylierte Analyte, Flavonoide,…) unter Verwendung einfachster, meist LC/MS kompatibler Puffersysteme effizient zu analysieren und zu trennen.

Charakterisierung von Chlorparaffinen durch zweidimensionale Gaschromatographie
Jana Hüttig, Organisch Analytische Chemie, Universität Basel

Chlorparaffine (CPs oder polychlorierte n-Alkane) sind die komplexesten halogenierten Schadstoffgemische. Die Gesamtanzahl der Kongeneren ist unbekannt, überschreitet aber bei weitem 10 000 Einzelverbidungen.1 Die Analyse und das Monitoring von CPs sind von besonderem Interesse, seid diese Verbindungen als prioritär toxische Substanzen klassifiziert wurden. Sie wurden auch in die Liste der prioritär gefährlichen Substanzen der Europäischen Union aufgenommen2. Deshalb werden selektive und sensitive analytische Methoden benötigt, welche die Bestimmung von CPs in verschiedenen Matrices und eine Gefährdungsabschätzung erlauben. Eine Trennung der Einzelverbindungen kann auch nicht durch die Anwendung von hochauflösender Gaschromatographie (HRGC) erreicht werden. CP Chromatogramme zeigen normalerweise Hügel mit mehr oder weniger unaufgelösten Peaks. Die Detektion von CPs erfolgt hauptsächlich durch Elektroneneinfang-Massenspektrometrie (ECNI-MS) aufgrund der hohen Selektivität und Sensitivität.3
In dieser Untersuchung wurde zweidimensionale Gaschromatographie für die Trennung von CPs evaluiert. Ein neu eingeführtes dual-stage Quadrupol-Massensprektrometer wurde im ECNI-Modus für die Charakterisierung technischer CP Mischungen genutzt. Sedimentproben von der Nord- und Ostsee sowie von europäischen Flüssen wurden analysiert, um die Eignung der angewandten Technik zu demonstrieren.

(1) Shojania, S. Chemosphere 1999, 38, 2125-2141.
(2) European Community Off. J. Eur. Commun. 2000, L327, 1-72.
(3) Zencak, Z.; Borgen, A.; Reth, M.; Oehme, M. J. Chromatogr. A 2005, 1067, 295-301.

 

Workshop Programm

ITEX-System: Probenvorbereitung für die Gaschromatographie
Bernhard Fischer, BGB Analytik AG

Vorstellung eines neuen Verfahrens zur Probenanreicherung und damit verbundener Steigerung der Nachweisgrenze von leichtflüchtigen Komponeneten. Es wird der Vergleich zwischen ITEX und den gängigen Methoden Headspace und Purge & Trap gezeigt. Vor- und Nachteile werden erörtert und an Beispielen verdeutlicht.

NIST05 (MS and MS/MS Library)
Annemarie Weibel, MS Wil GmbH

Diese neueste Version enthält neben einer erweiterten Selektion von EI Spektren eine Bibliothek mit Kovats Retentions Index Werten und eine Bibliothek mit MS/MS Spektren.
NIST 05:
EI Spektren Biblitohek - 190,825 Spektren (von 163,198 Substanzen) (UPDATED). Erweitert von 174,948 (147,198) in der NIST 02.
MS/MS Spektren Bibliothek - 5,191 Spektren von 1,943 spezifischen Ionen ( = NEW)
Kovats Retentions Index - 121,112 Index Werte von 25,893 Substanzen ( = NEW

TurboMatrix Thermal Desorbers – A new level of performance
Dr. Peter Hödl, PerkinElmer (Schweiz)

Die Thermodesorption ist eine gaschromatographische Probenaufgabetechnik, die eine Reihe von unterschiedlichen Applikationen (Indoor / Outdoor Air Monitoring, Analyse von Emissionen in der Halbleiterindustrie, bei Polymeren und Verpackungen sowie Pharmazeutika, Analyse von Düften und Aromen) leicht und schnell zugänglich macht.
Die TurboMatrix Familie von Thermodesorbern von PerkinElmer erleichtert den Anwendern das tägliche Arbeiten mit einer Fülle an neuen und aufregenden Features. Die pneumatische Druckkontrolle ist wahrscheinlich die herausragenste Erneuerung aber auch viele andere Innovationen wurden zur Steigerung der Performance in diese Gerätefamilie eingearbeitet.
So zum Beispiel:
Peltier-Kühlung der Trap (kein Bedarf an flüssigen Stickstoff)
Hochtemperatur Desorption
Umfangreiche Diagnostik- und QS-Tools
Automatische Sample re-collection, um Wiederholanalysen durchführen zu können.
Möglichkeit die Packungsdichte der Röhrchen und der Trap zu testen.
Einfache Handhabung der Transferline und der Trap erleichtern allfällige Wartungsarbeiten.
Optimiertes dry purge, um Restwasser gründlich zu entfernen
Column back-flushing mit Hilfe des PerkinElmer PreVent-Systems.
Gas conservation/economy Modus.
Automatische Konditionierung der Röhrchen während der Analyse
Automatische Standardaddition: Vor der Probenahme und/oder vor der Analyse
PerkinElmer hat mit der TurboMatrix Familie von fünf Thermodesorbern, das ideale Werkzeug für Labor geschaffen. Und Sie können die Systeme an Ihrer unterschiedlichen Anwendungen und Erfordernisse, mit einer Vielzahl an Zubehör und Verbrauchsmaterial jederzeit anpassen.

Optimierung von Trennungen in der Kapillar-GC
Bernd Pfeffer, SGE (Deutschland) GmbH (am infochrma Stand)

An Hand von Beispielen wird gezeigt welche Parameter die Trennungen wie beeinflussen. Danach können Chromatogramme der Teilnehmer betrachtet und Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert werden.

Controlling Mobile Phase Interactions for the Successful Resolution of Chiral Analytes on Macrocyclic Glycopeptide (Chirobiotic) Phases
Denise M. Wallworth, Advanced Separation Technologies Ltd (am infochroma Stand)

Macrocyclic glycopeptide based chiral stationary phases have become well accepted because of their unique multimodal capability, ruggedness and broad selectivity. Different mobile phases promote and enhance certain chiral interactions. Just one of these is ionic, a most specific and effective force for chiral recognition which can dominate for ionisable solutes under reversed phase and polar ionic mobile phase systems. The polar ionic mode is characterized by the use of an essentially non-aqueous mobile phase; methanol with added acid and base, or an added volatile salt.
By testing a variety of ionisable molecules under reversed and polar ionic mobile phase systems, this mechanism can be well understood. The effect on ionic interactions of changing pH in the reversed phase mode, or acid/base ratio (or salt concentration) in the polar ionic mode will be discussed in relation to the effect on retention, peak efficiency and selectivity.
In addition, a comparison of the different structures of the three glycopeptide CSPs based on the multiple bonding of Vancomycin, Teicoplanin or Ristocetin to silica is shown to provide different ionic interaction capabilities. The differences in the availability of the ionic interaction site on each glycopeptide for each mobile phase type will be summarised. Examples of reversal of elution order by altering the mobile phase system will also be included.

Finish first with Onyx
Peter Scheidegger, Brechbühler AG

Monolytische HPLC-Säulen - kurze Anaylsenzeiten durch hohe Flüsse bei niedrigem Gegendruck. Vorteile und Möglichkeiten dieser neuen Säulentechnologie werden vorgestellt.

Einführung in die analytische und präparative SFC
Timur Dogan, Mettler-Toledo (Schweiz) AG

Superkritische Flüssig Chromatographie (SFC) mit gepackten Säulen hat sich als Methode der Wahl bei vielen Chemikern etabliert, die an der Entwicklung analytischer und präparativer Prozesse beteiligt sind. In der SFC arbeitet man mit mobilen Phasen die aus superkritischen Flüssigkeiten bestehen. Aus praktischen Gründen wird dazu meistens komprimiertes flüssiges Kohlendioxid (CO2) verwendet. Die SFC bietet besonders für die Trennung von chiralen Substanzen und als orthogonale Trenn- und Analysenmethode zur rp-HPLC vielfältigen Nutzen.
Der Aufbau eines SFC Systems ähnelt sehr stark demjenigen eines HPLC Systems und die verwendeten Komponenten sind mehrheitlich dieselben. Es können auch die bereits vorhandenen Normalphasen-Säulen verwendet werden. Der Hauptunterschied liegt bei der Verwendung einer superkritischen Flüssigkeit als mobile Phase. Die physikalischen Eigenschaften von superkritischen Flüssigkeiten sind gegenüber normalen Flüssigkeiten für die Chromatographie weit überlegen. Das verwendete flüssige CO2 mit etwas Methanol (oder einem anderen Alkohol) als Modifier, hat eine geringe Viskosität, weshalb hohe Flussraten mit einem nur geringen Druckverlust möglich sind und lange Säulen verwendet werden können. Die Diffusion der mobilen Phase ist um ein Vielfaches schneller, die Equilibrierung der Säule dauert nur Sekunden. Geringe Viskosität und schnellere Diffusion erhöhen die Geschwindigkeit der Trennung um den Faktor 4 bis 5 gegenüber klassischer HPLC. Sollen chirale Substanzen getrennt werden, steigt der Faktor nicht selten in den Bereich von 10 bis 20. Oft sind deshalb analytische Trennungen in weniger als 2 Minuten möglich. Dies ermöglicht dem Anwender seinen Probendurchsatz signifikant zu erhöhen und die Zeit für die Methodenentwicklung dramatisch zu verkürzen.

Tips und Tricks für HPLC Hardware
Ruedi Schwarz, sertec electronics

Hydrophilic Interaction Chromatographie HILIC
Dr. Christian Stammel, YMC

Die Retention von sehr polaren Analyten mittels RP-Chromatographie ist eine extreme Herausforderung. Gelingt eine Trennung mit den im Allgemeinen für diese Zwecke genutzten “AQ”-Phasen (z.B. YMC-Pack ODS-AQ oder Hydrosphere C18) nicht, steht man “mit dem Rücken zur Wand”.
In diesen Fällen sollte man eine Methode in Betracht ziehen, die zwar schon mehr als 15 Jahre bekannt ist, aber seitdem eine eher untergeordnete Rolle spielt – Hydrophilic Interaction Chromatographie (HILIC). Die Methode erfordert eine hochpolare stationäre Phase, wie z.B. Silica-, Amino- oder Cyano-Phasen von YMC. Als mobile Phase dienen NP-untypische polare Eluenten z.B. (Acetonitril/Wasser 80:20 u.a.). Die Theorie des HILIC-Wechselwirkungsmechanis-mus basiert auf einer Art Belegung der hydrophilen Silicaoberfläche mit einer wässrigen Schicht. Der Ana-lyt verteilt sich zwischen dem quasi immobilisierten wässrigen Teil und dem hochorganischen mobilen Teil des Acetonitril/Wasser-Eluenten. Zusätzlich spielen elektrostatische Wechsel-wirkungen eine Rolle.
YMC steht seit Jahren für qualitativ hochwertige HPLC Säulen. Dieser vornehmlich in der RP-Chromatographie erworbene Ruf lässt sich ohne Einschränkung auf die für diese Methode erforderlichen Selektivitäten übertragen.
So bietet YMC eine Reihe sehr robuster Phasenmate-rialien, die HILIC kompa-tibel sind und problemlos unter verschiedensten HILIC- Bedingungen betrieben wer-den können. Es sind jene polaren Phasen, die in der Regel für die NP-Chroma-tographie eingesetzt werden:
PVA-SIL
Polyamin II
Amino
Cyano
Diol
Diese decken einen weiten Polaritätsbereich ab. Damit öffnet YMC einer Vielzahl polarer Trennprobleme den Zugang zu HILIC. Unterschiedliche Partikel- und Porengrößen ermöglichen eine problemlose Aufskalierung bis in den präparativen Maßstab.
Vorteile dieser Methode sind:
Retention stark polarer Analyten (z. B. Peptide, org. Säuren, Pyrimidine)
Komplementäre Selektivität zu RP
LC/MS taugliche Puffersysteme (Ammoniumformiat, -acetat, Ameisen- oder Phosphorsäure)

 
Ausstellung
www.bgb-analytik.ch
sales@bgb-analytik.ch
- PressFit-Verbinder und -Splitter
- GC-Kapillarsäulen, speziell chirale Säulen
- HPLC-Säulen namhafter Phasen-Hersteller
- Liner, Septen, Flaschen, Filter und div. Zubehör
Vertretungen: ATAS, CRS, CTC, GL Science, Hamilton, Heraeus/Cathodeon/IST, Kinesis
www.brechbuehler.ch
sales@brechbuehler.ch
Thermo GC und GC/MS und Autosampler
- Phenomenex HPLC und GC Säulen und SPE Kartuschen
www.infochroma.ch
info@infochroma.ch
- Umfassendes Programm an Autosampler und Probenaufbewahrungs Vials
- HPLC Filter
- Spritzen und Fittings von SGE
- GC Kapillarsäulen von SGE und Valcobond
- HPLC Säulen von Brownlee und Column Engineering
- Shodex Säulen und Astec Chirale Säulen
- Detektor Lampen
- WebSeal Matten und Microtiter Platten
- 3M Vakuum Disk & Diskplatten Manifold
- Agilent Technologies Säulen & Zubehör
www.mt.com/autochem
info.ch@mt.com
- Superkritische Flüssig-Chromatographie (Berger SFC)
www.mswil.com
info@mswil.ch
- MS-Zubehör
- Multiplier
- Filamente (neu und repariert)
- MS-Software: NIST05
- NanoSpray Zubehör
www.stehelin.com
service@stehelin.ch
- hochreine Lösemittel, SPE von JT Baker
- Varian HPLC und GC-Säulen
- Daicel chirale HPLC
www.perkinelmer.com
swiss.info@perkinelmer.com
- Clarus 500 GC
- Headspace Trap
www.sertec.ch
info@sertec.ch

HPLC Spezialitäten
- OPTI-LYNX™ Column Connector Kit
- VELOCITY Säulen System
- OPTI-SOLV™ Mini Filter
- OPTI-MAX Check Valve
Detektor Lampen
- Hollow Cathode Lampen
- Deuterium Lampen
- Xenon Lampen

Epson Produkte

www.sigma-aldrich.com
fluka@sial.com
- Chromatographische Trennsäulen von Supelco
- SPE/SMPE
- VersaFlash
www.stagroma.com
info@stagroma.com
- HPLC Säulen
- Glassäulen
- Chiralyser (Detektor)
- Elektr. Schaltventil HSV
- Pilotsäule

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