Seminar Programm: 21. infoExpo 2001

Seminar & Ausstellungsort: EMPA Akademie, Dübendorf

HPLC Fittings: Die Schwierigkeit liegt im Detail
Andreas Floderer, infochroma ag

Es spielt keine Rolle wie technisch ausgereift die Ventile, Säulen oder Detektoren eines analytischen Instruments sein mögen, wenn die Fittings nicht einwandfrei passen, dann kann man das Instrument kaum effektiv nutzen. Gängige Arbeitsdrücke bei HPLC Instrumenten liegen zwischen 100-200 bar. Bei diesen Drücken müssen sowohl die Tubings als auch die Fittings an jedem Punkt des Systems dicht sein und passen. Welches sind die "richtigen" Fittings? Die Fittings sind am besten geeignet, die einwandfrei passen und kein Totvolumen dem System hinzufügen. Die Kenntnis von wesentlichen Unterschieden zwischen den Fitting Produzenten (Swagelok, Parker, Valco, Waters, Rheodyne, Uptight) ermöglicht es dem Analytiker allfällige Alternativen auswählen zu können. Dabei spielen Qualitätsmerkmale wie Austauschbarkeit, Toleranzen, konzentrische ID/AD, Reinigungsprotokolle etc. eine nicht zu vernachlässigende Rolle.
Undichtigkeiten zu vermeiden ist ein wesentlicher Punkt, damit man eine HPLC-Anlage effektiv betreiben kann. Daneben ist es unerwünscht, wenn das System verstopft. Es werden einige Tips gegeben, dieses zu umgehen.

MassLib für die Strukturaufklärung
F. Friedli, MSP Friedli & Co.

Die Massenspektrometrie wird recht selten für die Strukturaufklärung unbekannter Stoffe voll genutzt. Meist begnügt man sich mit der Bestimmung des Molekulargewichts und allenfalls mit einigen groben Plausibilitätsüberlegungen als Ergänzung anderer spektroskopischer Methoden. Die Gründe hiefür liegen auf der Hand: Die Spektreninterpretation erscheint dem Nicht-Spezialisten zu unsicher und mühsam und die auf Bibliothekssuchen basierenden Datensysteme erweisen sich oft als untauglich, wenn ein unbekanntes Spektrum nicht in der Bibliothek in ausreichender Aehnlichkeit und Qualität vorhanden ist.
MassLib ist hier die Ausnahme. Für den Zweck der Strukturaufkläung seit bald 30 Jahren gepflegt, präsentiert sich das Programm heute als sehr wirkungsvolle Kombination von Aehnlichkeitssuchen (Fragmente, Neutralabspaltungen und Strukturen), die oft Strukturinformation zu erhalten gestattet, wenn Spektren verwandter Strukturen offensichtlich verschieden aussehen. Dies ermöglicht die Strukturaufklärung auch dort, wo mangelnde Substanzmenge nur noch die Massenspektrometrie zulässt.

Messunsicherheit und die chemische Analyse - ein unverträgliches Paar?
Dr. Michael Weber, EMPA St. Gallen

Von den Laboratorien wird zunehmend gefordert, ihre Messresultate mit der Angabe von Messunsicherheiten zu ergänzen. Der Vortrag möchte einige Hintergründe aufzeigen, weshalb die Angabe von Messunsicherheiten auch in der chemischen Analytik kein Tabu sein darf. Gleichzeitig wird ein Konzept vorgestellt, mit welchem die Berechnung der Messunsicherheit erfolgen kann. Zudem wird die Software MUSAC vorgestellt, welche einem diese Arbeit abnehmen wird.

Neue Strategien in der Methodenentwicklung
Thomas Schmiding, YMC Europe GmbH

Die Vorgabe der Kostenreduktion und Zeitersparnis bei gleichzeitiger Steigerung von Effizienz und Robustheit hat bei der Entwicklung von HPLC-Methoden Einzug gehalten. Bisherige Arbeitstechniken bestehend aus “einer Portion Erfahrung mit einigen wenigen Säulentypen” und Trial and Error können diese aktuellen Anforderungen häufig nicht erfüllen. Eine strategische Vorgehensweise unter Verwendung von Methodenentwicklungskits ermöglicht ein schnelles Auffinden der geeigneten Selektivität für die jeweilige Aufgabenstellung. Durch Einsatz von High-Speed-Säulen (50 x 4 mm ID, 3µm Partikel) mit steilen Gradienten können 5 oder mehr unterschiedliche Selektivitäten innerhalb weniger Stunden ausgetestet werden.
Auf die besonderen Eigenschaften von HPLC-Medien für bestimmte Fragestellungen und die Zusammenstellung dieser Kits wird anhand einiger praxisnaher Beispiele eingegangen. So wird aufgezeigt, welche Oberflächenchemie z.B. bei polaren, basischen, strukturverwnadten oder auch peptidischen Substanzen für die erforderliche Selektivität verantortlich ist. Anhand einer konkreten Aufgabenstellung wird ein Selektivitätsscreening dargestellt und die Effekte kommentiert.

Systemoptimierung für HPLC Kurzsäulen
Ruedi Schwarz, sertec electronics

HPLC im Wandel. Es wird immer mehr und mehr auf die Analysenzeit und den Bedarf respektive Entsorgung von Lösungsmitteln geachtet. Oft werden die Versuche mit kleineren Säulen auf der vorhanden HPLC Anlage durchgeführt mit dem Resultat dass man nicht die versprochenen Resultate erreicht. Die Fallstricke liegen vielfach an Kleinigkeiten die ohne grossen Aufwand zu eliminieren sind solange sie nicht in den mikro HPLC Berreich vorstossen. Im Vortrag werden die kritischen Punkte ausgeleuchtet und wie man sie umgeht.

Mikro-HPLC - Grundlagen und Anwendungen
Dr. Harald Dibowski, Kronlab GmbH

Durch Miniaturisierung der Hochdruckflüssigkeitschromatographie können neue Dimensionen bezüglich Sensitivität und Verbrauchskosten erzielt werden.
In dem Vortrag wird eine allgemeine Einführung mit den wichtigsten Definitionen für die Mikro-HPLC gegeben. Im Vergleich zur konventionellen analytischen HPLC mit Säuleninnendurchmessern von 4 oder 4.6 mm wird aufgezeigt, welche Unterschiede mit kleineren Säulen z.B. Kapillarsäulen 320µm ID oder Midboresäulen 1mm ID erreicht werden können. Die notwendigen technischen Realisierungen von Mikro-LC Komponenten Pumpen (Spitlos und gesplittet), Mischkammer, Detektorzellen etc. werden genauso beschrieben, wie anhand von Beispielen der Empfindlichkeitsgewinn (bis zu x2000) sowie das Einsparpotential von Proben- und Verbrauchsmaterial diskutiert wird. Zusätzlich werden neue Aspekte von möglichen Kombinationen LC-MS, LC-CE, CEC oder LC mit Feldunterstützung vorgestellt.

SolGel Technologie für stabilere Kapillar-GC Phasen und höhere Temperaturgrenzen
Bernd Pfeffer, SGE (Deutschland) GmbH

Diese neue Technik zur Modifizierung der inneren Oberfläche von Fused-Silika Kapillaren führt zu sehr inerten Kapillarsäulen. Gleichzeitig stabilisiert dies die Phasen, die über die SolGel-Schicht mit dem Untergrund verankert werden. Dadurch ergeben sich höhere Temperaturlimits für polare und unpolare Phasen und das Bluten der Phasen wird geringer. Dies soll an einigen Beispielen für die SolGel-1ms und SolGel-Wax gezeigt werden.

Thermo Finnigan - Neue Anwendungen und innovative Produkte für GC und GC/MS
Thomas Läubli, Brechbühler AG

Eine Übersicht der neuesten GC und GC/MS Techniken von ThermoFinnigan. Neuere GC Techniken wie FAST GC und Large Volume GC sowie ein neuer Pulsed Discharge Detector für hohe Selektivität und Empfindlichkeit werden vorgestellt. Die verschiedenen GC/MS Techniken mit Quadrupol -, IonTrap und TOF-Instrumenten werden beschrieben und die Hauptanwendungen der verschiedenen Methoden aufgezeigt.

Totalchrom in Fast GC mit Headspace, ATD und GC/MS
Peter Pichler, PerkinElmer instruments

Wichtige Vorteile sind die wesentlich verkürzte Analysenzeit ohne Verlust der Trennleistung. Auf welche Parameter müssen wir speziell achten, wie werden sie mit modernen GC Geräten eingestellt und kontrolliert ? Behandelt werden auch der Durchmesser der Kapillarsäulen, die Belastbarkeit, welches Trägergas sowie die Ansprechzeit der Detektoren und die Einstellung des Datensystems. Anwendungsbeispiele von Fast GC mit Headspace und Thermodesoption.

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